Wir fuhren jetzt ein kurzes Stück ins Landesinnere um bei Imbert dann wieder in Richtung Meer abzubiegen. Die Straße nach Punta Rucia war teilweise immer noch eine Holperpiste, die letzten Kilometer werden gerade neu asphaltiert.
Der Strand kurz vor Punta Rucia ist ziemlich breit und ungefähr einen Kilometer lang. Mit vielen kleinen Restaurants lag er da und schien nur auf uns zu warten. Wir bestellten zunächst unser Abendessen. Wie sollte es anders sein: Frischen Fisch. Es würde gut eine Stunde dauern, bis dieser zubereitet war und so nutzten wir die Zeit uns im angenehm kühlen Meer ein wenig abzukühlen. Der Sonnenuntergang war dann der romantische Abschluss diesen ersten Tages.
Von Ost nach West an der Nordküste entlang führte uns dieser Tag. Mit Palmenwäldern, Zuckerrohrplantagen, tollen Stränden und bunten Treiben in kleinen Orten und Großstädten wird sich dieser abwechslungsreiche Tag in der Dominikanische Republik positiv bei uns einprägen.
2. Tag
Gut geschlafen bekamen wir bei Marco und Guertie ein fast europäisches Frühstück. Guertie hatte uns ein paar Eier gekocht und Marmelade besorgt. So gestärkt fuhren wir zum Nationalpark „Estero Hondo“. Geschützt ist eine Lagune mit Mangrovenwäldern. In der Lagune leben noch Manatís, die Seekühe. Ich hatte Estero Hondo schon einmal vor ein paar Jahren besucht. Damals aber nicht das Glück gehabt die Seekühe zu sehen. Das war diesmal anders.

Wir brauchten über eine Stunde bis uns der herbeigerufene Chef des Nationalparks die Erlaubnis gab in die Lagune einzufahren. Es fehlte dann noch der Sprit für den Bootsmotor. Wir fragten, ob sie diesen nicht vorrätig hätten. Die Antwort war einfach genial: Normalerweise schon, aber die Wächter des Nationalparks hatten das Spritgeld am Vorabend in Presidentebier umgesetzt.
Unser Kapitän sagte er wüsste wo er die Seekühe finden werde. Es gibt mehrere Plätze die von den Seekühen zur Nahrungssuche aufgesucht werden. Da bis Mittag das Wasser der Lagune fast spiegelglatt und die Hitze noch nicht so groß, ist es vormittags fast immer möglich Seekühe zu finden. Und so war es auch. Einfach toll wie eine Seekuh immer wieder zum Boot kam, so als ob sie spielen wollte. Der Kapitän nannte sie liebevoll die „Zutrauliche“.



Abenteuer Rundreise Nov. 2009










