3. Tag
Am Abend hatten wir uns schon nach einer Möglichkeit zum Frühstücken erkundigt. Auf der Karte stand was von Marmelade, frischen Früchten, also toll. Da wir bereits um acht Uhr im Restaurant ankamen, sah die Sache etwas anders aus. Frühstück laut Karte gäbe es erst ab zehn Uhr. Kein Problem. Wir essen ein Sandwich, trinken frische Säfte und Kaffee und machen uns dann auf zum Nationalpark „El Morro“.

Monte Cristi ist für seinen an der Küste gelegenen Hausberg bekannt. Dieser sieht aus wie ein schlafendes, auf der Seite liegendes Kamel.
Wir fuhren an Salzsalinen vorbei zum Strand. El Morro war schon von weitem zu sehen. Es ging mehrere Kilometer an der Strandpromenade entlang. Bis auf halbe Höhe kann El Morro mit dem Auto „bezwungen“ werden. Dort gaben wir kurz den Verwaltern des Nationalparks Bescheid, dass wir bis zum Gipfel laufen möchten.
Die Treppe zum Gipfel wurde nur leider zur Zeit renoviert. So mussten wir uns über Geröll und die zum Teil schon verfallene Holztreppe nach oben quälen. Der Blick entschädigte aber allemal. Wir hatten es kurz nach zehn, am Himmel stand nicht eine Wolke. So konnten wir die Stadt Monte Cristi überblicken. Sogar die zum Nationalpark gehörenden sieben Inseln, „Los Siete Hermanos“ waren am Horizont gut zu erkennen.
Wenn man rauf kommt – kommt man auch wieder runter. So war es dann auch. Unten angekommen fuhren wir nach Monte Cristi und ließen uns nochmals die frischen Säfte und den Kaffee aus dem Frühstücksrestaurant schmecken bevor wir nach Dajabón weiterfuhren.
Über fast zwölf Kilometer verläuft die Straße von Monte Cristi nach Dajabón schnurgerade durch eine trockene Landschaft. Kakteenwüsten bestimmen hier das Erscheinungsbild parallel zur haitianischen Grenze. Verwunderlich sind die kleinen Ansiedlungen. Man fragt sich wovon die Menschen hier überhaupt leben. Versteckt zwischen den Kakteen findet man immer wieder Landwirtschaft: Bananen, Papaya und Aloe Vera. Vor allem aber Bananen. In diesem Gebiet um Monte Cristi und Dajabón wird die Essbanane für den Export angebaut. Das ist die Banane, die wir auch in Deutschland im Supermarkt kaufen können. Die United Fruit Companie hat hier große Ländereien.
Dajabón ist Grenzstadt zu Haiti. Trotz Samstag war recht viel Trubel in der Stadt. Der Grenzverkehr macht auch am Wochenende nicht halt.



Abenteuer Rundreise Nov. 2009










