In San Juan, dem Landwirtschaftszentrum des Südwestens der Dominikanischen Republik machten wir eine Mittagspause und aßen Hamburger bei Pollo Rey.
Die Gegend um San Juan de la Maguana ist sehr schön. Die Stadt liegt auf einem Hochplateau zwischen der Zentralkordillere und der Sierra de Neyba. Der Boden ist fruchtbar. Angebaut werden Reis, Tomaten, Papaya, Kochbananen, Lauch und Zwiebeln.
40 Kilometer sind es von der Stadt bis zur Karibikküste. Dort angekommen änderte sich die Vegetation wieder schlagartig. Kakteenwüsten und Zuckerrohranbau begleiteten uns dann bis nach Barahona.
Wir übernachten etwas außerhalb, in einem Hotel direkt am Meer. Im Pool erholten wir uns ein wenig von den Eindrücken und der Hitze diesen Tages. Das Hotel gehört einer Französin und dementsprechend gab es zum Abendessen typisch französische Küche, hervorragend zubereitet von einem dominikanischen Koch.
5. Tag
Auch das Frühstück schmeckte hervorragend und so fuhren wir frisch gestärkt am nächsten Morgen die dominikanische „Cote de Azur“ von Barahona nach Pedernales. Fast 200 Kilometer führt die Küstenstrasse zwischen Meer und der Sierra de Bahoruco entlang.

Der „wilde“ Südwesten erwartete uns heute. Kaum touristisch erschlossen und somit eine der ursprünglichen Gegenden der Dominikanischen Republik. Pedernales ist Grenzstadt und heute am Montag ist Markttag.
Wir schlenderten über den Markt. Von Obst und Gemüse bis hin zu Kleidung und Parfüm kann man hier alles kaufen. Die angebotene Kleidung ist oft aus Hilfsgütern und das Parfüm mit vielversprechenden Namen wie „Joop“ sind Kopien.
Pedernales ist von allen Grenzstädten mit Straßenanbindung nach Haiti die kleinste und liegt im äußersten Südwesten. Der zuständige Major der dominikanischen Militärpolizei erlaubte uns nach Anse à Pitres, dem kleinen haitianischen Grenzort zu gehen. Wie in Dajabón ist die Grenze hier ein Fluss, eher ein Bach. Über die Brücke kamen wir nach Anse à Pitres. Eine UN-Einheit ist hier stationiert und die Jungs aus Jordanien freuten sich mal weiße Gesichter zu sehen.
Bei unserem Rundgang stoppte auf einmal ein Pick-Up neben uns und der Fahrer bot seine Dienste an. Die Einladung nahmen wir gerne an und kletterten auf die Ladefläche. Gut eine Stunde fuhren wir durch den Ort und an den Strand. Die Menschen sind genauso höflich wie in der Dominikanischen Republik. Vielleicht ein wenig zurückhaltender – und natürlich anderer Hautfarbe. Hier dominiert die Farbe Schwarz.



Abenteuer Rundreise Nov. 2009










